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de:co2_more

Was zeigt dieser Indikator?

Dieser Indikator zeigt die CO2-Äquivalente der Emissionen der sechs wichtigsten Treibhausgase gemäss Kyoto-Protokoll (CO2, CH4, N2O, HFCs, PCFs und SF6), welche mit der Umwandlung und dem Verbrauch von Energie in Verbindung stehen.

CO2-Äquivalente der Emissionen

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RELEVANZ - Weshalb ist es wichtig für die Schweiz?

Auf menschlichen Aktivitäten zurückzuführende Treibhausgasemissionen (GHG, greenhouse gases) sind sehr wahrscheinlich der Hauptgrund für die derzeit beobachtete Erderwärmung. Die Erderwärmung ihrerseits wird sehr wahrscheinlich allerlei soziale, wirtschaftliche und ökologische Schäden verursachen, insbesondere im Zusammenhang mit der ansteigenden Anzahl Extremwetterereignisse, dem Anstieg des Meeresspiegels und der Versauerung der Ozeane. Für die Schweiz sind das Schmelzen der Gletscher und des Permafrosts unter den kritischsten direkten Umweltauswirkungen der Erderwärmung und werden möglicherweise schwere sozioökonomische Folgen haben.

Durch die Ratifizierung des Kyoto-Protokolls im Jahr 1997 hat sich die Schweiz zur Festlegungn von international bindenden Emissionsreduktionszielen verpflichtet. [1] Die Schweiz hat zum Ziel, bis im Jahr 2020 ihre Treibhausgasemissionen um 20% gegenüber 1990 zu senken.[2]

Die Senkung von Treibhausgasemissionen ist zudem wichtig für die Wirtschaft als Ganzes. Beispielsweise wird eine CO2-Steuer von derzeit CHF60 pro Tonne (erhöht gegenüber CHF36/Tonne im Jahr 2012) auf Heizöl und Gas angewendet, was einem jährlichen Bundeseinkommen von rund CHF740 Millionen entspricht. Zukünftige klima- und energiepolitische Massnahmen werden aller Voraussicht nach die Emission von Treibhausgasen zunehmend bestrafen.

SCHWEIZER & GLOBALER KONTEXT

SCHWEIZER KONTEXT

• Der Energiesektor ist für rund 80% der Schweizer Treibhausgasemissionen verantwortlich.

• Die gesamten CO2-Emissionen des Energiesektors gingen zwischen 1990 und 2012 von 40.9 auf 38.4 38.4 MtCO2eq/Jahr zurück.

• Das eidgenössische 10%-Reduktionsziel für Emissionen des Energiesektors (für den 2008-2012-Mittelwert im Vergleich zu 1990), wie im Schweizer CO2-Gesetz festgeschrieben, wurde nicht erreicht. [4] Das Defizit von 6.2% wurde jedoch durch den Kauf von Emissionsrechten ("carbon credits") kompensiert.

• Die pro-Kopf-Emissionen des Energiesektors fielen von 6.3 auf 5.6 tCO2eq/Jahr im Zeitraum 1990 bis 2009.[3]

GLOBALER KONTEXT

• Der Energiesektor ist für 65% von allen anthropogenen Treibhausgasemissionen verantwortlich. Landwirtschaft und Landnutzung sind verantwortlich für den Rest.[3]

• Die gesamten CO2-Emissionen des Energiesektors stiegen zwischen 1990 und 2009 von 22,741 auf 30,698 MtCO2eq/Jahr an.[3]

• Die pro-Kopf-Emissionen des Energiesektors stiegen von 4.4 auf 5.6 tCO2eq/Jahr im Zeitraum 1990 bis 2009.[3]

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de/co2_more.txt · Last modified: 2019/10/22 09:17 (external edit)